Transkript Episode 12: Bangkok, Koh Chang, Koh Kood, Koh Tau, Khao Sok, Khao Lak

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Auf dieser Seite findest Du die Mitschrift der zwölften Episode unseres Podcast Projekts “Das Ferngespräch”. Es lohnt sich auf jeden Fall, das Original anzuhören und durch die dazugehörigen Shownotes zu lesen in denen wir oft noch weiterführende Materialien und interessante Videos/Bildstrecken verlinken.

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Transkript Episode 12: Bangkok, Koh Chang, Koh Kood, Koh Tau, Khao Sok, Khao Lak

D: Nach langer langer Wartezeit jetzt sind es knapp vier Wochen, endlich einmal wieder ein Ferngespräch. Viele Grüße nach Thailand. Alexander wo bist du gerade und bevor sich die Leute erschrecken versichere uns, dass deine Stimme nur schlecht klingt du aber keine Halsschmerzen hast.

A: Ja, ich bin momentan in Khao Lak, dass ist so im Süden über Puket auf der linken Seit und ja da sitze ich gerade. Momentan ist ziemlich viel entspannen angesagt und ich denke das hört man auch an meiner Stimme nach dem letzten Gespräch ist es mir eigentlich gar nicht mehr gut gegangen. Ich war mittlerweile drei Mal beim Doktor, weil ich wahnsinnig gehustet habe, so was habe ich noch nie gehabt, die Ärzte haben dann die unterschiedlichsten Sachen diagnostiziert. Irgendwie normale Grippe, obwohl ich keine Grippe hatte, Bronchitis, ich glaube es war eine Bronchitis. Ja und mit Infusionen und Spritze in den Po ganz vielen Medikamenten, Inhalator und alles mögliche. Jetzt geht es mir langsam besser ja. Es war wirklich ganz extrem ich konnte nachts kaum mehr schlafen, tagsüber ging es noch, aber nachts konnte ich fast gar nicht mehr schlafen, weil ich so richtige Hustattacken hatte.

D: Du bist aber trotzdem der Überzeugung reden ist eine gute Idee und wir sorgen nicht dafür, dass du sprachlos durch den Rest deiner Weltreise gehen musst?

A: Ja, vor 10 Tagen habe ich schon einmal ganz meine Stimme verloren von dem her ist es etwas bekanntes ich glaube ich bin fit um das eine Stunde lang durchzuhalten oder eine halbe Stunde.

D: Vielleicht nehmen wir da doch einmal den Fade auf, wo wir ihn das letzte Mal fallen gelassen haben. Hast du denn dein Mofa dein Rollerchen noch losgebracht?

A: Das Problem war eben mit dem vietnamesischen Nummernschild, dass man da Steuern nach zahlen muss in Kambodscha. Der Mann im Hotel, in dem ich war, der hat mit mir einen Schweinedeal ausgehandelt, dass ich den Roller irgendwo aufs Land rausfahre wo dann derjenige, der einen Polizist kennt usw. den kauft und dann habe ich insgesamt mit Ankauf und Verkauf 160€ Verlust gemacht. Was natürlich meinem Schwabenherzen sehr weh tut, aber auf der anderen Seite habe ich eine unglaublich schöne Erfahrung damit gehabt und das war es wert. Ich hätte ja auch irgendwie anders ans Ziel kommen müssen, fliegen oder mit dem Bus fahren oder sonst irgendetwas.

D: Wie ging es denn dann von dann aus weiter, hast du dann noch einen Tag lang Zeit gehabt um Angkor Wat oder andere Sehenswürdigkeiten zu besichtigen oder war es dann zu spät dafür?

A: Ne, natürlich wenn man mal in Siem Reap war, der Ralf war ja auch da und mit dem habe ich dann 15 Tage verbracht und wir hatten eine wahnsinnig schöne Zeit. Wir waren dann eben ein Tag in Angkor Wat und haben uns da dann alles angeschaut, sehr komprimiert ich glaube sechs Tempel in sechs Stunden oder so. Wenn man dann drei Tempel gesehen hat, dann weiß man langsam auch wie der viertel aussieht. Das ist schon wahnsinnig Eindrucksvoll und etwas ganz besonderes, dass habe ich bis jetzt noch nicht gesehen. Es hat dann auch gereicht, ein Tag lang wirklich intensiv. Genau und dann wenn ich mich mit dem Ralf treffe, dann müssen wir natürlich auch ein bisschen feiern. Dann waren wir ins Siem Reap weg und der Ralf hat sich dann nach ein paar Bier gedacht er muss die Delikatessen von Kambodscha essen, was u.a. Schlangen und Frösche hat er glaube ich gegessen. Es gab noch Kakerlaken und Spinnen zur Auswahl, aber an die hat er sich nicht ran getraut und ich auch nicht. Die Schlange schmeckt angeblich ein bisschen wie die Kruste vom Schweinebraten hat er gemeint, die war so frittiert.

D: Frittiert kann man ja auch echt alles essen oder?

A: Ja, ich glaube die sind so tot frittiert, dass alles gleich schmeckt.

D: Lacht. Ja wie die Kruste vom Schweinebraten halt. Lacht.

A: Ja, genau. Dann sind wir eben weiter über die Grenze und dann hat sich die Ariane aus Holland an uns ran gekettet, ein total nettes Mädel. Wir haben dann zu Dritt 15 Tage verbracht das war wirklich total nett, die beiden haben sich echt rührend um mich gekümmert, ich mit meinem Husten dann, da war dann zwischen durch noch der Verdacht auf Lungenentzündung und so ein Blödsinn. Gestern hatte ich dann noch Schmerzen am Herzen ein bisschen und dann habe ich wieder noch ein bisschen recherchiert, dass man dann noch eine Herzmuskelentzündung bekommen kann mit so einem Schmarren, aber ich denke das bleibt mir jetzt noch erspart. Genau und die zweite Station war dann Koh Chang wo wir dann schon zu Dritt da waren und schon am dritten oder zweiten Abend hat sich die Ariane dann im Pool den Fuß aufgerissen, war dann ein riesiges Drama, sie hat dann geblutet, es war entzündet. Das war dann nachts um drei oder vier Uhr und wir sind dann erst alle zusammen gesessen und sind dann eben in den Pool gehüpft und dann ist es eben im Pool passiert, dann war entweder eine Glasscherbe im Pool oder eine Fliese war irgendwie weg oder sonst irgendetwas. Dann eben nachts um drei alle hatten schon etwas getrunken, riesiges Drama, Blut spritzt mehr oder weniger. Wir haben dann eben nicht gewusst muss man dann da sofort zum Doktor muss man einen Helikopter rufen so mehr oder weniger und wir haben es dann eben verbunden und sind dann am nächsten Tag dann zum Arzt und das witzige war, es stand dann so ein großer Hautfetzen weg und der Arzt sich das angeschaut und schaut den Ralf an und fragt: „Soll ich das jetzt wegschneiden?“ lacht. Eigentlich geht man ja zum Doktor und will das er einem selbst das sagt und der Ralf hat dann gesagt: „Ja, bitte wegschneiden.“ lacht. Ja, dann wurde das eben weggeschnitten und der Verband war dann auch irgendwie komisch. Jedes Mal wenn wir den Verband weggemacht haben hat es wieder angefangen zu bluten und auf jeden Fall waren die Ariane und ich die nächsten 15 Tage gehandicapt. Der Ariane haben wir dann, damit sie auch einmal ins Wasser konnte, den Fuß das der Verband nicht nass wird, haben wir ein Kondom genommen und das Kondom über den Fuß drüber. Das ist perfekt. Da haben wir sie dann überall mit hingetragen auf Koh Chang. Wir haben uns dann Scooter ausgeliehen und auch gefeiert ja. Was total cool war, wir waren abends einmal weg und dann habe ich zwei junge 18 jährige getroffen und mit denen sind wir dann so ins Gespräch gekommen das ich im Moment reise und dann sagt der eine 18 jährige zu mir: „wenn ich mal so alt bin wie du, dann will ich auch so cool sein.“ Lacht. Okay du findest es nicht lustig, okay aber ich war 25 Minuten glücklich.

D: Doch doch. Lacht. Ich habe mich nur gerade gefragt, was es mit deinem Ego gemacht hat?!

A: Das ist richtig in die Höhe geschossen. Lacht. Ja auf jeden Fall auf Koh Chang waren in unserem Hostel lauter Drogenleute. In Thailand ist Valium frei verkäuflich und die haben sich ca. 16 Stück über den Tag verteil rein gehauen, 16 Stück.

D: Hat das irgendeine angenehme Wirkung? Ich dachte immer wenn man Valium einnimmt, möchte man unbedingt schlafen gehen?

A: Ja, ich glaube dann ist dir alles scheiß egal, man wir müde, ist so ein bisschen gechillt. Ich kann das einfach nicht verstehen.

D: Okay, so ein bisschen wie Gras rauchen vermute ich oder?

A: Ja, genau so ähnlich, vermute ich. Ja, genau dann haben wir uns Scooter ausgeliehen und sind ein bisschen damit rumgefahren. Ralf ist seit 15 Jahren das erste Mal Scooter gefahren und hat sich gefreut wie ein kleines Kind.

D: Das heißt du mit deiner Rächelei, Ariane mit halb abgerissenem Fuß, seid als Krankentransport auf Scootern um die Inseln geeiert ja, habe ich das jetzt richtig zusammen gefasst und habt 18 jährige Deutsche beeindruckt?

A: Ja, ja genau so. Das war die Zusammenfassung von Koh Chang.

D: Was muss man denn in Koh Chang gesehen habeb?

A: Also wir haben gar nichts gesehen, wir waren nur mehr oder weniger am Strand. Thailand ist weniger geprägt von Sightseeing sondern mehr von wirklich Urlaub machen. Ganz Thailand ist wirklich ausgerichtet auf Tourismus, dass ist hier alles wirklich perfekt organisiert. Ich bin jetzt auf wirklich vielen Inseln gewesen und wenn du irgendwo hin willst, alles wird hier verkauft. Das heißt, wenn du deine Wäsche abgeben möchtest, wenn du einen Bustransfer buchen möchtest, auf einem Fährentransfer ein Zimmer buchen möchtest du kannst es überall hier machen. Du kannst in jedem Haus das machen, die selbe Leistung abrufen. Das ganze funktioniert ganz einwandfrei, also die Fährentransfere sind ganz lustig, dass ist ein riesiges Chaos, aber das funktionier. Man bekommt dann immer einen roten oder gelben Aufkleber auf die Brust, damit die wissen wo man hin muss. Dann kriegt man wieder einen Fahrschein, dieser wird wieder abgerissen und dann muss man ihn wieder einlösen und man bekommt dann wieder was neues. Nach Stunden ist man dann endlich am Ziel. Aber es funktioniert tatsächlich ganz gut.

D: Ich war ja einmal selber auf Koh Samui, was ja auch eine dieser Inseln ist, auch sehr touristisch und ich erinnere mich noch, dass die einzige und nennenswerte die mir in Erinnerungen gebliebene Sehenswürdigkeit dieser gesamten Insel war ein Buddhistisches Kloster mit einem mumifizierten Mönch. Und dieser mumifizierte Mönch in diesem Kloster ist in einem Glaskasten ausgestellt und da kannst du dir den anschauen, hat eine Sonnenbrille auf, also sitzt in einer Gebetshaltung mit einer Sonnenbrille auf in einem Glaskasten als Mumie. Das war so das einzige Highlight touristisch gesehen, ansonsten haben wir im wesentlichen thailändisch gegessen und uns jeden Tag massieren lassen und am Strand rumgegammelt. Klingt nach einer analogen Beschäftigung auf Koh Chang oder? Ich frag mich auch immer wie diesem Mönch das passiert ist. Wie muss ich mir das vorstellen, 20 Mönche im Gebetsraum beten vor sich hin und mitten drinnen sagt so der eine zum anderen: „Du schau mal, der Franz der bewegt sich schon seit drei Tagen nicht mehr, wollen wir einmal schauen ob er noch lebt?“. Wenn du noch nicht auf Koh Samui warst, aber noch hin kommst musst du ihm auf jeden Fall „Hallo“ sagen von mir. Lacht.

A: Ich habe einen kleinen Zwischenstopp gemacht auf Koh Samui, aber nur am Hafen und bin dann gleich wieder weiter gefahren.

D: Okay, dann hast du nichts verpasst wie du gerade gehört hast. Wo warst du dann nach Koh Chang?

A: Wir sind dann nach Koh Kut weiter gefahren, auch eine Insel, es war ein Hotel das bei Akaroa ganz gut gerangt war und dann kamen wir dort hin und haben uns gedacht, ne das ist nicht unser Hotel ihr habt uns an eine falsche Stelle gebracht. Also total runtergekommen der Eingang und dann sind wir da reingegangen und dann war es sehr schon, es hat dann wieder mit den Bildern übereingestimmt. Aber es war ein ganz schlechter Service, die haben gar kein Gespür, was der Kunde haben möchte. Die haben dann morgens um halb 10 den Fernseher im Gastraum angestellt und haben dann den ganzen Tag fern geschaut und wenn man was wollte musste man dort hingehen und dann waren sie auch schon ganz schön genervt von einem. Das wäre so einfach etwas zu verbessern in allen Bereichen, also mich stört es auch, der Strandabschnitt von denen war dann auch so ein bisschen vermüllt, da hätten sie ja einfach einmal jemanden durch schicken können, der ein bisschen den Müll sammelt und solche Themen eben. Was mir schon aufgefallen ist, wenn ich alle Länder in denen ich bisher war, Deutschland oder ich sag mal die ganzen nördlichen Länder, Skandinavien, England usw. die haben eine ganz andere Mentalität. Die haben die Mentalität ständig etwas zu verbessern und optimieren zu wollen und das gibt es hier in diesen Ländern in der Form nicht, ist hier nicht so ausgeprägt. Sondern die stehen da halt und warten bis der nächste Kunde kommt, aber wie man Kunde aktiv aktivieren könnte oder sonst was, da kümmern die sich nicht drum, dass find ich wirklich sehr erstaunlich. Oder wie die Deutschen auf die Arbeit fokussiert sind im Vergleich wie die anderen Länder ist es wirklich erstaunlich. Die Deutschen arbeiten wirklich sehr viel im Vergleich zu anderen Ländern.

D: Würdest du dann sagen ein durchschnittlicher Thailänder hat dann seine work life balance oder seine Zufriedenheit mit sich und seinem leben besser im Griff?

A: Ich hab so gut wie keine Thailänder kennen gelernt, weil ich immer mit dem Ralf und der Ariane rum gehängt bin. Wir haben ein paar Studenten kennen gelernt aber sonst, ich kann das nicht sagen. Es ist einfach nur sehr auffällig, dass sie Deutschen fokussiert sind auf die Arbeit und solche Themen.

D: Eine These wäre ja, dass es sich schlicht und ergreifend lohnt und in Thailand nicht so. Das heißt obwohl ich sage: „ich werde jetzt viel rum optimieren, deswegen werde ich nicht mehr Kunden haben, ich werde nicht reicher werden oder kann mir mehr kaufen.“ Also machen sie dann was nur minimal notwendig ist um über die Runden zu kommen, könnte man sich zu mindestens vorstellen. Weiß ich nicht.

A: Ja, ich meine aber auch heute zum Beispiel. Ich war heute an einem Markt, ich habe eine Tour gemacht und da war an dem Markt eine Frau die hatten einen großen Fisch ich schätze einmal der war so 60 cm lang, den hat sie ausgenommen, dass heißt den hat sie unten aufgeschnitten, die Innereien herausgenommen und den Kopf abgehackt usw. Das hat sie auf dem Boden gemacht und das macht sie sicherlich schon immer auf dem Boden. Die hatte dann unten ein Brett, wo der Fisch so halb auf dem Fußboden lag und der Kopf dann eben auch und das Mittelteil war dann auf dem Brett und alles hat sie am Boden gearbeitet. In Deutschland würde das niemand machen, nicht weil es vielleicht unhygienisch ist, deswegen natürlich auch, aber eher im Stehen weil es da schneller und effektiver geht, wenn man das auf dem Tisch macht. Ich habe das auch in Vietnam gesehen, dass sie das Geschirr auf dem Boden waschen und da denke ich mir: „Hey, dass dauert doch dreimal so lange, nehmt euch doch hier mal eine Ablage und ein Waschbecken und dann geht das alles doppelt so schnell.“ Aber ich habe das Gefühl, dass klingt sehr arrogant wenn ich das sage, aber die denke darüber nicht nach und die Deutschen sind ständig dabei alles zu verbessern.

D: Wie war es denn dann noch so weiter in Koh Kut, jenseits dieser Vegleichsstudie.

A: Ja, auch noch einmal zum Thema Service, die haben im Restaurant immer eine riesige Karte mit 60 Gerichten drauf, wo gemixt Pizza, Spaghetti, Thailändisch, Italienisch usw. drauf ist. Immer wenn man dann aus bestellt hat sagen die immer: „No i have, no i have.“ Also übersetzt sie haben es nicht. Dann musst du erst einmal drei Gerichte durchmachen bis sie sagen: „I have.“

D: Wenn du dann bei den Kakerlaken angekommen bist, dann haben sie es.

A: Ja, genau. Ja da haben wir uns dann wieder einen Motorroller ausgeliehen und sind dann zu Wasserfällen gefahren, ich weiß nicht ob du meine Video´s gesehen hast, dass war ja auch der Hammer, zwei wunderschöne Wasserfällen wo man auch drinnen baden konnte oder drinnen plantschen konnte – einfach Wahnsinn. Was noch interessant war, am Strand von Koh Kut war in einem Nachbarhotel lauter Russen. Die Russen haben so eine Eigenart, die müssen ihre Frauen immer fotografieren am Strand wie sie posieren. Das heißt die ganzen Damen haben sie im Strand geräkelt und die Männer haben fotografiert. Das war ein Schauspiel, dass war ein Schauspiel, vor allem weil die Frauen häufig so ein bisschen übergewichtig waren. Also wir fanden es köstlich und haben es dann noch ein bisschen nachgemacht und wollten auch ein bisschen posieren, aber haben es natürlich nicht so gut hinbekommen wie die Russen, aber mussten darüber lachen. Danach sind wir dann in das Meer gegangen zum Schwimmen und dann habe ich einen leuchtenden Plankton gesehen, hast du das schon einmal gesehen?

D: Nein.

A: Das ist so, wenn du unter Wasser deine Hände bewegst dann leuchtet auf einmal alles grün.

D: Wao. Wao.

A: Das ist abgefahren, echt abgefahren. Du kommst dir vor wie ein Magier, der unter Wasser gerade sein Feuer einmal magisch zusammenbraut. Also das war echt cool ja. Kajak sind wir noch gefahren und eben auch am Beach rumgelegen und haben dann noch einen ganz komischen Italiener kennen gelernt, der uns von seinen Verschwörungstheorien erzählen wollte. Ich fand ihn in der ersten Minute richtig cool und ab der zweiten Minute war er wie eine Klette und hat uns dann auch bis nach Bangkok verfolgt und wollte dann unsere Telefonnummern haben, dass wir in Bangkok noch einmal was machen und ich habe dann gesagt: „Ja, ich kann nicht telefonieren da ich eine südafrikanische Simkarte habe und Ralf sein Handy wurde gestohlen, er hat kein Handy.“

D: Lacht.

A: Ja genau und die Ariane hat dann gesagt sie findet ihr Handy gerade nicht und dann haben wir eben seine Karte bekommen. Dann sind wir eben nach Bangkok gekommen. Bangkok ist eine geile Stadt.

D: Jetzt bin ich aber einmal gespannt.

A: Bangkok ist so wie mit Kapstadt mein neuer Favorit. Die haben auch sehr viel street food und im Gegensatz zu Indien oder Nepal kannst du das alles auf der Straße essen und musst keine Bedenken haben, dass du irgendwie krank wirst. Wir haben dann auch ein riesiges Erlebnis gehabt. Wir haben ein Straßenlokal gefunden, wo es eine geile tom yum Suppe gibt, kennst du die?

D: Ja, ich glaube kennt aber vielleicht nicht jeder Hörer, also beschreib sie einmal.

A: Also das ist eine mit Kokosmilch, rotem Curry, Gemüse und Shrimps meistens und je nach dem scharf oder nicht scharf, je nach dem wie man sie bestellt. Zitronengras ist auch noch drinnen und eben ganz viele Kräuter und so. Wir sind dann jeden Tag dort hingegangen und haben diese Suppe gegessen, weil die so gut war. Die war so der Hammer. An einem Tag in diesem Restaurant, die kochen ja mit Gas und Grillen auf diesen Gasstellen was oder im Kochtopf und auf einmal tut es einen Schlag, der Schlauch von der Gasflasche platzt und aus diesem Schlauch kommt eben eine riesige Stichflamme raus. Das heißt in dem Moment war es so, dass jeder diese riesige Stichflamme gesehen hat und gedacht hat im nächsten Moment geht diese Gasflasche hoch. Es war so, dass ich das erste Mal in meinem Leben so eine Automatismus – Funktion in mir gespürt habe. Das heißt alles hat sich ausgeschaltet mehr oder weniger und war so auf Überlebenstrieb geschaltet. Es gab für mich zwei Möglichkeiten zu flüchten. Erste Möglichkeit wäre gewesen, der direkte Weg nach draußen an der Gasflasche vorbei, was allerdings nicht gerade der sicherste Weg gewesen wäre. Die zweite Möglichkeit war dann eben, wirklich innerhalb von 30 Sekunden sind wirklich alle Leute aufgestanden und sind los gerannt. Viele sind dann eben auf die Rückseite des Lokals gerannt wo eben eine Türe war, aber kein Mensch wusste ob man da raus kommt. Zwei Möglichkeiten: rennst du der Masse nach oder rennst du raus. Dann wirklich zack zack, ich habe mich dann für den Hintereingang entschieden, bin rausgerannt und die Ariane und der Ralf sind in die andere Richtung gerannt und ich war in dem Moment ich war ja so heiser das ich auch gar nicht rufen konnte. Also meine Stimmte war komplett weg, als ich mich hinter die Wand gestellt habe habe ich gerufen: „Ralf, Ariane seid ihr da irgendwo?“ Wir haben dann echt gedacht die Gasflasche geht hoch und das schreckliche in dieser Situation für mich war im Nachhinein, ich hab mich nicht einmal nach dem Ralf und der Ariane umgeschaut, weil ich einen so totalen Automatismus habe, dass war so: „Okay jetzt geht es um vielleicht ein/zwei Sekunden, wenn du die nicht schneller bist..“ Ich hab einfach nur darüber nachgedacht: „überleben und raus.“ Der Ralf hat am Schluss gesagt: „Hey, du bist ein ober Schisser, wir haben gerade einmal hoch geschaut und du warst schon weg“. Es war ein irre Gefühl. Hast du schon einmal so ein Panikgefühl gehabt?

D: Ich hatte meine ein/zwei intensiven Erlebnisse auf der Autobahn. Ich weiß nicht ob das zählt, also panisch bremsen auf der Autobahn, kann den Pegel schon einmal hoch halten und du weißt nicht so genau, ob es reicht. Aber ansonsten kann ich jetzt auf keine lebensbedrohlichen Situationen verweisen, zu mindestens keine die mir so bewusst geworden wären.

A: Das war echt was, mein Herz hat so gepocht.

D: Ja wir sind halt nicht rational im Zweifel. Also es gibt ja auch Gründe warum es so was wir Paniken entstehen, aber du hast überlebt und das Ding ist nicht hochgegangen, wenn ich das jetzt richtig deute oder?

A: Ja, es ist nicht hochgegangen und die Besitzer haben nur gelacht, dass alle rausgerannt sind. Ich habe mir aber gedacht: „So lustig war das jetzt nicht ja.“ Lacht.

D: Lacht.

A: Ja und dann haben wir unsere Tom Yum Suppe weiter gegessen.

D: Beim nächsten Mal, wenn in deiner Gegenwart ein Gasschlauch reist wirst du ganz lässig weiter essen und dann noch die Suppe vom Nachbarn essen, der weggerannt ist. Lacht.

A: Lacht, genau jetzt aber weiter von Bangkok.

D: Okay, wir wissen von Bangkok: die Suppe ist lecker, man kann an der Straße essen, was ist denn sonst noch so großartig an Bangkok?

A: Es gibt extrem viele kulturelle Dinge. Das heißt man kann viele Tempel oder Paläste oder sonst was anschauen. Das Nachtleben ist auch ganz anders als wie man sich es in Deutschland vorstellen muss. Es gibt da ein sehr großes Spektrum, Lady Boy´s zum Beispiel oder es gab eine Straße da waren überall die Transvestiten und das ist echt irre. Da war echt einer und ich habe echt nicht geglaubt, dass es ein Mann ist. Da waren ein paar Typen die sehr nach Experten im Lady Boy Segment ausgesehen haben und die habe ich dann gefragt und meinte: „Ne, dass ist doch eine Frau ihr nehmt mich doch nur auf den Arm“, weil der war so hübsch, der war so hübsch. Also der hat einen perfekten makellosen Körper gehabt, wunderschönes Gesicht und ich habe vorher noch nie einen Lady Boy gesehen oder richtig drauf geachtet und ich habe mir auf jeden Fall immer vorgestellt, dass man es an den Haaren sieht oder an den Beinen oder am Po, dass es bei den Männern muskulöser ist, aber man sieht da nichts. Ich hab dann gefragt: „Wo erkennt man einen Lady Boy?“ der meinte dann es gibt drei Erkennungsmerkmale: „Erstens die Hände sind größer, als bei Frauen, die Füße sind größer als bei Frauen, dass kann man operativ nur sehr schwer oder gar nicht machen, die haben eine Kehlkopf der meistens ein bisschen markanter ist.“ Dann habe ich noch einmal geschaut und mir gedacht ja vielleicht hat er recht. Ja und hast du schon einmal von den Ping Pong Show´s gehört?

D: Ne.

A: Nicht?

D: Ne.

A: Oh mein Gott.

D: Ja, ich bin ja nicht so weit rumgekommen wie du. Lacht.

A: Ping Pong Show´s in Liveshow´s wo, ich habe mir das nicht angeschaut, irgendwie hätte ich es gerne gesehen, damit ich es gesehen habe, aber ich wollte es dann doch nicht sehen ich weiß auch nicht. Auf jeden fall, sind Frauen auf der Tanzfläche und die sind vermutlich nackt und die schieben sich dann immer irgendetwas rein und machen dann dabei irgendwelche Kunststücke. Es heißt dann zum Beispiel die schieben sich fünf Tischtennisbälle rein und schießen diese Tischtennisbälle mit so einem Tempo und solch einer Zielgerichtetheit ab, mir wurde dann gesagt das sie Tischtennisschläger an das Publikum verteilen das die Männer dann eben mit spielen können. Oder die stecken sich die unglaublichsten Sachen rein, Kanarienvogel, Bananen, signieren eine Visitenkarten mit einem Kugelschreiber, Zigarre rauchen und lauter solche Sachen. Die haben auch eine Menükarte wo man sieht was die dann da machen. Habe ich aber nicht gesehen, irgendwie bin ich auch ganz froh, dass ich es nicht gesehen habe.

D: Klingt irgendwie nach einer seltsamen Form von Zirkus.

A: Ja so ist es auch.

D: Okay, ja hast du jemanden getroffen, der das gesehen hat?

A: Ja, ja und die haben eben gemeint sehr abgefahren. Es ist nicht irgendwie etwas sinnliches sondern eher mehr oder weniger technische Show. Den Frauen macht das auch glaube ich nicht so spaß, sie machen am Tag so 10 Show´s ist glaube ich für die Frauen so toll.

D: Ne, habe ich noch nicht gehört, aber ich glaube auch nicht das ich das sehen muss, wenn ich nach Bangkok komme.

A: Es muss auf jeden Fall beeindruckend sein ein Körperteil so unter Kontrolle zu haben. Dennoch wir waren noch in einer roof top bar und haben uns die Stadt angeschaut auf dem höchsten Gebäude Bangkoks. Auch ganz kurios gibt es mitten in der Stadt Kloster, wo der Baugrund wahrscheinlich total teuer ist, da steht dann ein kleines Kloster und neben dran sind dann die Wolkenkratzer. Im Vergleich zu Dubai, in Dubai ist alles neu, wenig Kultur und da ist eben alles gewachsen und das gefällt mir an einer Stadt immer ganz gut. Was auch noch der Abschuss war, dass war das Water Festival, dass heißt die feiern Neujahr. Die feiern das Neujahrsfest glaube ich am 13. oder 14. April und da war ich eben auch dort. Du musst dir das eben vorstellen wie die Loveparade. Loveparade mit Außentemperatur von 37 Grad und jeder hat eine Wasserpistole. Eine riesige Wasserpistole und jeder spritzt sich gegenseitig nass. Es war einfach irre, total gute Stimmung, keiner war irgendwie aggressiv obwohl die Leute Bier getrunken haben. Das ist das eine mit den Wasserpistolen und dann haben die noch, dass ist wie so Matsch die verkaufen Eimer mit Matsch, dass ist beige Erde mit Wasser angerührt. Das schmieren die sich gegenseitig ins Gesicht und das soll dann eben Glück bringen. Das heißt jeder sieht von oben bis unten aus mit diesem Matsch auch die ganzen Klamotten sind eben voll und jeder bespritzt sich mit dem Wasser aus den Pistolen voll. Das war echt der Wahnsinn.

D: Lacht. Okay, aber trotzdem war Bangkok, wenn ich das hier in den Notizen richtig sehen, auch die Stadt wo du am dichtesten an das thailändische Gesundheitssystem gekommen bist?

A: Ja, ich war hier im Krankenhaus. Auf den ersten Blick hat es einen sehr gute Eindruck gemacht. Das heißt ich bin dort hingekommen und es wurde gleich, bevor ich meinen Namen sagen konnte, mein Gewicht gemessen, Blutdruck, Puls, Temperatur und dann hat sich jemand um mich gekümmert, mich zu dem richten Arzt hingebracht, dass ich mich im Krankenhaus nicht verlaufe. Ja und dann hat er mich eben abgehört und ich habe echt befürchtet, dass ich eine Lungenentzündung habe, ne er hat mich nicht abgehört, er hat gesagt: „Huste einmal“ und dann habe ich eben gehustet und dann meinte der Arzt: „Ne, es ist keine Lungenentzündung.“ Dann habe ich gesagt: „Willst du mich nicht vielleicht einmal abhören?“ Dann hat er gesagt: „Wenn sie Lungenentzündung haben dann hört sich das so an..“ Alexander hustet einmal vor „hust“ daraufhin meinte der Arzt, „wenn sie keine Lungenentzündung haben hört sich das so an: hust hust“ Dann habe ich ihn gebeten, dass er mich abgehört, dann hat er gesagt: „Ja“ und es war dann wirklich keine Lungenent-zündung. Daraufhin habe ich noch gefragt ob es noch ein Röntgenbild machen könnte, weil daran kann man auch eine Lungenentzündung sehen, dann meinte er: „Ja ja, können wir machen, kostet 8€“ dann habe ich das machen lassen und man hat dann auf dem Bild auch nichts gesehen. Was aber der Wahnsinn war, ich war dann in diesem Röntgenraum gewesen, ich habe keine Bleischürze bekommen, die zwei waren so nett dadrinnen, dass sie im Röntgenraum geblieben sind die mich geröntgt haben diese zwei Personen.

D: Lacht. Ja wenn schon verstrahlt, dann nicht nur du.

A: Das heißt zwei Personen sitzen da durchgehen drinnen und machen die Röntgenaufnahmen. Hey, dass glaubt man nicht oder? Der der mich untersucht hat, hat sich auch nicht die Hände gewaschen oder sich auch keine Handschuhe angezogen. Das war jetzt nicht so toll und hier in Bangkok hatte ich den ersten Arztbesuch und die haben mir dann eben eine Spritze in den Po gegeben und zwei Stunden nach der Spritze in den Po habe ich mich gefühlt als wenn alles vorbei gewesen wäre, also auf einmal hat sich meine Lunge wieder gut angefühlt, ich war wieder fit, da war irgendein Wundermittel drinnen. Am Abend haben wir dann natürlich ein Bier getrunken und am nächsten Tag war es dann natürlich wieder der alte Mist da. Ich hab eben dann immer Antibiotika genommen heute immer noch, also mittlerweile schon seit über drei Wochen glaube ich. Es ist echt blöd, wenn du so was hast. Es ist eben alles hier nicht so toll für eine Bronchitis. Erst ist es schwül heiß 35 Grad, dann kommst du irgendwo rein, dann kann es 25 oder 22 Grad sein aufgrund der Klimaanlagen, dann gehst du wieder im Meer baden oder dann sitzt du wieder im Taxi im Tuck Tuck oder auf einem Pickup oder dann das Water Festival also auch vielleicht kein Wunder, dass mein Körper auch zu kämpfen hat. Deshalb habe ich es in der letzten Zeit ein bisschen ruhiger angehen lassen. Eigentlich wollte ich auf Koh Tao, dass ist die nächste Insel wo ich dann hin bin. Das ist eine ganz bekannte Taucherinsel, da wollte ich eigentlich einen Tauchkurs machen, weil ich unbedingt im Great Barrier Reef in Australien tauchen möchte. Also das ich da günstig einen Tauchkurs mache, der hätte da 220€ gekostet und ich konnte ihn aber nicht machen. Sondern ich fange morgen an. Ich weiß auch nicht ob das eine gute Idee ist, ich hoffe es.

D: Husten unter Wasser?

A: Husten tue ich tagsüber eigentlich nicht. Körperlich fühle ich mich auch gut, also es ist mehr oder weniger nur die Stimme. Genau auf Koh Tao habe ich dann auch so gut wie nichts gemacht außer Strand, entspannen, dass es wirklich weggeht und ich es nicht verschleppe. Von Koh Tao bin ich dann nach Khao Sok gefahren. Dort ist ein Nationalpark und der ist ganz cool. Und zwar ist das ein riesig großer Stausee, zweimal so groß wie der Chiemsee. Das ist so ein 90 Meter große Stauwand und den haben sie dann fünf Jahre lang aufgefüllt und das ist halt echt abgefahren. Also die Berge Thailands sind ganz anders. Sie sind nicht so normal hügelig sondern die gehen ganz steil hoch. Die sind wie wenn man ein Mehlberg mit dem Messer abschneidet. Also landschaftlich abgefahren, dann sind wir erst auf einem long tabe boot gefahren und dann auf einem Bambusfloos und haben einen einheimischen Nachtisch gegessen. Was war denn das, einmal Banane mit sticky rice heißt das. Reis zusammengepappt süß und etwas ganz glibbriges aus Kokos. War nicht so gut, jetzt bin ich vor ein paar Tagen nach Koah Lak gekommen, dass ist eben direkt am Beach. Heute war ich noch bei den James Bond Inseln. Weißt du noch als wir über die ha long bay in Vietnam geredet haben?

D: Ja.

A: Da habe ich einmal gesagt, dass war der James Bond Hintergrund. Das war aber falsch, den habe ich heute gesehen. Der sieht so ähnlich aus. Da wurde James Bond Goldfinger gedreht. Kennst du James Bond Goldfinger und hast du ihn gesehen ?

D: Ja, ja habe ich gesehen.

A: Da duelliert er sich doch mit dem Mann mit dem Gold und da ist ein ganz markanter spitzer Hinkelstein, also ein umgedrehter Hinkelstein der bewachsen ist und eben 20 Meter hoch. Da sind wir heute eben hingefahren, also ich mit einer Gruppe und eine riesige Touristenansammlung. Das haben sie riesig ausgebaut mit vielen Restaurants und Leute die dich mit de Kajak durch die Gegend paddeln. Es war ein bisschen zu touristisch, aber die Landschaft war abgefahren. Genau das habe ich heute gemacht und morgen beginnt dann eben der Tauchkurs. Der Tauchkurs eben ist auch total abgefahren, der ist an den Fimilan Inseln. Die Fimilan Inseln die sind eine der top Tauchinseln der Welt. Ich glaube das wird total abgefahren, ich freue mich schon mega drauf.

D: Ich hoffe du hast deine „go pro“ in ihrem wasserdichten Case dabei und wirst spaß haben.

A: Habe ich auf jeden Fall dabei und ich mache sicher ein Video, wenn es funktioniert. Ich muss an dieser Stelle mal noch was zu meiner Technik sagen. Meine komplette Technik stirbt nach und nach. Ich habe schon einen riesigen Kratzer in meinem Tablet PC und der Touchpad geht nur noch an einer Seite, aber was mich wirklich richtig aufregt, was mich wirklich richtig aufregt ist die „go pro“ selbst. Also hier ein Aufruf an alle Leute: „Kauft euch keine go Pro!“ Ehrlich, weil die go pro ist ein riesiger scheiß.

D: Okay, warum weil bisher waren dein Videos ein Testament für die go Pro.

A: Ja schon, die Bilder die die go pro macht, die sind gut, also die Qualität der Linse soweit ich das beurteilen kann ist grandios, sicher gibt es da nicht viele die es genauso gut können, aber aber aber go pro hat mehrere Nachteile. Ersten einmal lässt sie sich bei mir nicht jedes mal anschalten. Das heißt ich drücke auf den „ON“ Knopf und dann geht das scheiß Ding nicht an, hast du ne coole Szene drückst du drauf und das scheiß Ding geht nicht an, was muss ich dann machen? Ich muss dieses wasserdichte Case auf machen, hinten den Deckel raus, den ich mittlerweile schon verloren habe, weil ich ständig auf und zu machen muss, dann den Akku raus, Akku wieder rein.

D: Okay, dass heißt die go pro stürzt ständig ab?

A: Ja und dann muss ich immer drei Mal machen, bis es wieder funktionier. Das ist Punkt ein, Punkt zwei, wenn ich die go pro zwei Tage vorher komplett aufgeladen habe und sie dann liegen lasse kann es sein, dass sich der Akku komplett entlädt. Das heißt du nimmst sie irgendwo mit hin, Akku leer es geht nicht mehr. Zum Glück habe ich immer einen Ersatzakku dabei und dann bekomme ich es meistens hin. Der Akku entlädt sich komplett schnell und wenn ich den Akku laden möchte muss ich ihn paar mal rein und raus machen, bis dieses Ding überhaupt einmal lädt. Das ist wirklich ein riesig großer Blödsinn dieses Produkt echt! Also die haben ein mega gutes Marketing, ich bin da voll drauf rein gefallen ich habe mir da gedacht: „ich kaufe mir diese go pro und dann bin ich hier der Aktionheld!“ Weil diese ganzen Video´s die kriegen ja kostenloses Marketing von den ganze Leuten, jeder der ja eine go pro hat, ist ja stolz wenn das Video gepostet wird auf der go pro Homepage. Das ist ja dann kostenloses Marketing und jeder denkt sich ähnlich wie bei Red Bull, jetzt bin ich der große Abendteurer. Und die haben ein mega Image und jeder kommt zu mir her und sagt: „Wao du hast eine go pro zeig mal her“ und ich erzähle seitdem jedem immer: „kauft dieses blöde Ding nicht!“

D: Vielleicht ist ja dann Australien der Platz wo du dir eine alternative Kamera kaufen kannst.

A: Das muss ich auch noch los werden. Ich stehe mit dem go pro Service im intensiven Austausch. Was sie mir als Ausrede gesagt haben, sie haben gefragt: „Was für eine SD Karte benutzen sie denn?“ Dann habe ich gesagt: „Eine Scandisk.“ Scandisk ist ein ganz gängiges Format oder? Eine der besseren zu mindestens oder?

D: Ja, aber ich weiß nicht ob es eine der besseren ist, kenne ich mich nicht so damit aus, aber ja es ist auf jeden Fall eine Marke.

A: Ja, auf jeden Fall im Media Markt eine Scandisk gekauft 64 GB und dann sagt er mir: „Ja, die dürfen sie nicht verwenden sie dürfen nur diese sechs Speicherkarten verwenden “ Ich darf nur sechs Speicherkarten verwenden, aber glaubst du das sagen sie mir davor? Ne, also echt…ich bin wirklich enttäuscht. Das ist die teuerste Kamera die du dir als Aktionkamera kaufen kannst, sie hat 550€ gekostet, zum Glück bin ich meinen Frust einmal los geworden. Bei Amazon habe ich schon eine Rezession geschrieben, meiner erste überhaupt, weil ich mir immer denke da bin ich jetzt zu faul für jetzt bringt es mir ja auch nichts mehr, aber jetzt dachte ich mir Kopf hoch und du musst deinen Frust los werden.

D: Gut, auch auf diesem Wege. Lacht. Trotz alledem deine Video´s sind cool! Mach weiter so und wenn diese Kamera völlig verstirbt, dann brauchst du eine andere Aktionkamera.

A: Ich hab mir schon gedacht, ob ich nicht meine Kamera nehmen soll und mit dieser filmen soll wie ich diese blöde Kamera gegen die Wand schmeiße.

D: Lacht.

A: Ja, ich bin wirklich schon aggressiv geworden. In Nepal bin ich zum Beispiel dagestanden und um mich tausende von Tauben auf einem Platz und ich habe mir gedacht: „Wenn ich mich jetzt bewege, dann fliegen tausend Tauben um mich herum los und ich kann das schön mit meiner go pro aufnehmen,“ und hole ganz langsam eine go pro aus der Tasche, mache zweimal meinen Akku raus und rein und plötzlich beim dritten Mal als es immer noch nicht funktioniert hat waren alle Tauben plötzlich weg.

D: Ach scheiße. Das ist natürlich ärgerlich.

A: Ja und solche Situationen gibt es total oft, dass ich irgendetwas filmen möchte und dann geht das blöde Ding nicht an.

D: Ja das ist natürlich wirklich bescheuert letztlich hast du sie ja nicht dabei um eine coole go pro zu haben sondern coole Momente zu fotografieren. Aber du kannst sie ja gleich am Grunde des Ozeans lassen, wenn du sie zum tauchen mitnimmst und feststellst der Hai den du gerade filmen möchtest ist jetzt gerade vorbei gezogen und hat gegenüber den anderen Taucher gefressen und deine go pro lies sich nicht einschalten.

A: Lacht. Ja die Fimilan Inseln sind ziemlich tief und wäre ein ziemlich cooler Ort um sie zu versenken.

D: Genau und die nachfolgende Generationen werden sich dann wundern warum du so was dort versenkt hast. Okay morgen Tauchkurs, wie lange bist du dann noch dort auf Kaoh Lak?

A: Ich bin jetzt noch fünf Tage dort.

D: Kaoh Lak war doch diese Insel wo dieser Tsunami damals eingeschlagen ist oder?

A: Richtig richtig.

D: Sieht man da irgendetwas, Tsunami – Warnbojen oder irgendetwas?

A: Also ich habe gar nichts gesehen und ich habe gehört, dass dieser Teil von Thailand nicht mehr existiert gewesen sein soll und die haben das aber innerhalb von 10 Monaten komplett wieder aufgebaut. Hier sieht man nichts, dass hier einmal was anders war. Also fünft Tage hier Tauchkurs und dann geht es weiter nach Süden und Puket und dann vielleicht noch Ko Phi Phi und dann nach Malaysia weiter.

D: Malaysia ist ja auch interessant. Da hab ich auch sehr gute Erinnerungen dran.

A: Kannst du mir irgendetwas empfehlen außer Kuala Lumpur?

D: Ich persönlich bin nach wie vor zu tiefst beeindruckt von Taman Negara, Taman Negara ist der älteste Primärwald der Erde. Ist sozusagen die Dschungelattraktion von Malaysia und da war ich und will seither unbedingt einmal nach Borneo. Also das wäre so die eine Empfehlung die ich los werden kann. Ansonsten war ich selber auf Konferenz in Malaysia von daher außer den Ausflug drei Tage Taman Negara hab ich von Malaysia leider nicht viel gesehen außer Kuala Lumpur und Taman Negara. In Kuala Lumpur muss ich sagen die Petronas Towers ist das erste Hochhaus das mich nicht enttäuscht hat, als ich es gesehen habe. Sehr sehr cooler Anblick. Mein damaliger Brötchengeber hatte ein Office da drinnen, dass heißt ich konnte dort drinnen sogar hochfahren, war sogar höher als diese Besucherbrücke untergebracht, sehr angenehm an zu schauendes Gebiet. Was ich damals gemacht habe, was auch ganz cool war, einen Taxifahrer an zu heuern, der uns den ganzen Tag in Kuala Lumpur rumgefahren hat. Es gibt eine recht bekannte heilige Grotte da und selbstverständlich kann man sich da irgendwelche Tempel und Paläste anschauen, einfach die Stadt ein wenig ansehen. Hat einen schönen Kontrast zwischen traditionell Malaysisch und Moderne ist ein muslimisches Land. Das heißt du hast da auch den Mucin, die Betenden gegen Mecca usw. gepaart mit asiatischer Lebenskultur wie du sie jetzt auch in Thailand hast. Von daher bin ich gespannt was du sagst, ich fand Malaysia als einen sehr schönen Kontrast.

A: Ja ich bin schon sehr gespannt.

D: Okay, werde ich jetzt einmal in das exotische Berlin fliegen und dich dein Tauchkurs überlassen. Ich hoffe wenn wir uns das nächste Mal wieder hören hast du deine Stimme wieder völlig unter Kontrolle und bist das los, was auch immer du dir da eingefangen hast.

A: Ich hoffe es auch ja.

D: Passe auf dich auf und bleib gesund.

A: Alles klar. Ciao.

D: Ciao.